App kostenlos öffnen
Kuratiert · Stand August 2026

Förderungen, die dir wirklich Geld bringen — und wie du sie bekommst.

Wärmepumpe, Photovoltaik, Speicher, E-Auto: Hier stehen die wichtigsten Programme für dein Land, jeweils mit dem Betrag, den Voraussetzungen und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Beantragung. Ehrlich kuratiert — maßgeblich sind immer die offiziellen Stellen.

Heizungstausch: Wärmepumpe (KfW 458 / BEG)

30–70 % Zuschuss
Bund · KfWEigenheim & WEG

Grundförderung 30 % beim Tausch einer fossilen Heizung gegen eine Wärmepumpe, plus Boni: Klimageschwindigkeits-Bonus (z. B. beim Tausch alter Öl-/Gasheizungen) und Einkommensbonus für Haushalte bis 40.000 € zu versteuerndem Einkommen. Gedeckelt bei 70 % der förderfähigen Kosten; seit Juli 2026 sind für die erste Wohneinheit bis 28.000 € Kosten ansetzbar — macht bis zu rund 19.600–22.400 € Zuschuss.

So beantragst du es
  1. Angebot vom Fachbetrieb einholen und einen Liefer-/Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung (Förderzusage) schließen — noch nicht mit dem Einbau beginnen!
  2. „Bestätigung zum Antrag" (BzA) vom Energieberater oder Fachunternehmen erstellen lassen.
  3. Antrag im KfW-Kundenportal „Meine KfW" stellen (Programm 458) und die Zusage abwarten.
  4. Einbauen lassen, Nachweise hochladen, Zuschuss aufs Konto.
Offiziell: kfw.de → Programm 458

Dämmung, Fenster & Anlagentechnik (BAFA / BEG EM)

15–20 % Zuschuss
Bund · BAFA

Für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster, Türen) und Anlagentechnik gibt es 15 % Zuschuss, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) 5 % extra. Gut kombinierbar mit dem Heizungstausch.

So beantragst du es
  1. Energie-Effizienz-Experten einbinden (für die meisten Maßnahmen Pflicht) — Liste auf energie-effizienz-experten.de.
  2. Antrag vor Vorhabensbeginn online beim BAFA stellen.
  3. Nach Bewilligung umsetzen, Verwendungsnachweis einreichen.
Offiziell: bafa.de → Bundesförderung effiziente Gebäude

Photovoltaik: 0 % Umsatzsteuer + Einspeisevergütung (EEG)

19 % gespart + ct/kWh
Bund · automatisch

Beim Kauf einer PV-Anlage (bis 30 kWp) samt Speicher entfällt die Umsatzsteuer komplett — der Rabatt steckt direkt im Nettopreis. Für eingespeisten Strom gibt es die EEG-Vergütung, jahrzehntelang garantiert. Dazu haben viele Städte und Länder eigene Zuschüsse (auch für Balkonkraftwerke).

So beantragst du es
  1. 0 % USt: nichts beantragen — der Anbieter rechnet netto ab.
  2. Anlage im Marktstammdatenregister (marktstammdatenregister.de) registrieren — Pflicht, innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme.
  3. Einspeisevergütung: läuft über deinen Netzbetreiber, nach der Anmeldung durch den Installateur.
  4. Kommunale Zuschüsse: vor dem Kauf in der Förderdatenbank prüfen (foerderdatenbank.de) — oft „vor Vorhabensbeginn" nötig.
Offiziell: foerderdatenbank.de (Bund/Länder/Kommunen)

THG-Quote fürs E-Auto

jährlich auszahlbar
Bund · UBAPrämie zuletzt stark gesunken

Als Halter eines reinen E-Autos kannst du deine CO₂-Einsparung jedes Jahr verkaufen (Treibhausgas-Minderungsquote). Die Auszahlung ist marktabhängig und zuletzt deutlich gefallen — Anbieter vergleichen lohnt, Kosten entstehen dir keine. Für 2026 gilt: bis 31. Oktober beim Anbieter einreichen.

So beantragst du es
  1. Seriösen THG-Anbieter wählen (Auszahlungshöhe + Bedingungen vergleichen).
  2. Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) hochladen — dauert 5 Minuten.
  3. Der Anbieter wickelt die Zertifizierung über das Umweltbundesamt ab; Auszahlung folgt nach einigen Wochen.
  4. Jedes Jahr neu einreichen (einmal pro Fahrzeug und Jahr).
Hintergrund: Umweltbundesamt zur THG-Quote

Kfz-Steuer: E-Autos fahren steuerfrei

10 Jahre 0 €
Bund · automatisch

Reine Elektroautos mit Erstzulassung bis Ende 2030 sind von der Kfz-Steuer befreit — längstens bis Ende 2035. Die frühere Kaufprämie (Umweltbonus) wurde Ende 2023 eingestellt; die Steuerbefreiung bleibt.

So beantragst du es
  1. Gar nicht — die Befreiung wird vom Hauptzollamt automatisch berücksichtigt, sobald das Fahrzeug zugelassen ist.
Offiziell: zoll.de → Kraftfahrzeugsteuer

Wallbox-Zuschuss für Mehrparteienhäuser (KfW)

bis 2.000 €/Ladepunkt
Bund · KfWWEG & Vermieter

Seit April 2026 fördert die KfW Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern: rund 1.300 € pro Stellplatz für die Vorverkabelung, 1.500 € pro installierter Wallbox, 2.000 € für bidirektionale Ladepunkte. Die alte Privat-Wallbox-Förderung (900 €) ist ausgelaufen — einzelne Länder und Stadtwerke fördern aber weiterhin.

So beantragst du es
  1. WEG-Beschluss bzw. Vermieter-Zustimmung einholen, Angebot vom Elektriker.
  2. Antrag vor Bestellung im KfW-Kundenportal stellen.
  3. Nach Zusage installieren lassen und Nachweise einreichen.
  4. Zusätzlich: Landes-/Stadtwerke-Programme prüfen (foerderdatenbank.de).
Offiziell: kfw.de → Ladestationen

§14a-Netzentgelt-Rabatt für steuerbare Geräte

36–206 €/Jahr
Bund · Netzbetreiberläuft automatisch

Wärmepumpe, Wallbox oder Speicher ab 2024? Dann steht dir per Gesetz ein jährlicher Rabatt auf die Netzentgelte zu — die Höhe hängt vom regionalen Netzentgelt ab. Bei Neuanlagen läuft die Anmeldung über den Installateur und der Rabatt wird automatisch gewährt — prüfen solltest du ihn trotzdem.

So prüfst du es
  1. Rechne deinen Anspruch in 30 Sekunden mit unserem §14a-Rechner nach.
  2. Prüfe auf der Jahresrechnung, ob der Abzug beim Netzentgelt auftaucht (oder frag deinen Anbieter).
Zum Watthunt §14a-Rechner
Watthunt behält das für dich im Blick
Die kostenlose App prüft §14a mit deinem Profil, optimiert deine Stromkosten mit Live-Preisen — und die Förder-Übersicht wächst mit. Kommende Versionen erinnern dich, wenn für deine Geräte etwas Neues auftaucht.
App kostenlos öffnen

Ehrlichkeits-Hinweis: Diese Übersicht ist redaktionell kuratiert (Stand August 2026) und wird laufend geprüft — Förderprogramme ändern sich aber schnell, Budgets sind teils in Tagen vergriffen. Maßgeblich sind ausschließlich die verlinkten offiziellen Stellen. Keine Rechts- oder Steuerberatung; Watthunt erhält für keine der genannten Stellen eine Vergütung.